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MAGENSCHMERZ
chronische
Gastritis
Systematik:
7. Visz eraler
Schmerz
7.1 Bauchsch merz
7.1.1 Oberbauchsch merz
7.1.2 Magenschmerz
und chronische Gastritis
Der Magenschmerz wird auch als Gast ralgie bezeichnet.
Ein Magenschmerz ist
meist auf eine chronische Gastritis
(= Ma genschleimhauten tzündung) zurückzuführen.
Häufige Ursachen für eine chronische Gastritis sind:
Befall der Magenschleimhaut mit dem Bakterium Helicobacter pylori (85 % der Fälle).
Medikamente wie Schmerzmittel, insbesondere Rheumamittel, Kortison.
übermäßiger Alkohol- und/oder Nikotingenuß
Autoimmunerkrankung: Das Immunsystem bildet Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Magenschleimhautzellen.
Seltenere Gastritis-Formen sind:
granulomatöse (= mit knötchenartigen Veränderungen einhergehende) Gastritis (Auftreten bei Morbus Crohn, Sarkoidose (= eine Krankheit, die mit zahlreicher Knötchenbildung einhergeht), Tuberkulose),
eosinophile Gastritis (z.B. im Rahmen einer eosinophilen Gastroenteritis (= gleichzeitige Schleimhautentzündung des Magens und des Dünndarms))
Neben einem Magenschmerz treten bei der chronische n Gastritis uncharakteristische Oberbauchbeschwerden wie Blähungen, Aufstoßen oder Völlegefühl nach den Mahlzeiten auf.
Auch das U
lcus ventriculi (=
Magen(wand)geschwür) führt zu einem Magenschmerz. Das Magengeschwür
befindet sich hauptsächlich im Bereich der sog. Magenstraße und am Pylorus (=
Magenpförtner). Anfänglich ist es zunächst rund, scharf begrenzt
und auf die Mukosa (= Schleimhaut) beschränkt. Bei längerem Bestehen
dringt es tiefer ein (Ulcus penetrans) und kann evtl. auch Nachbarorgane
erfassen oder sogar in die freie Bau chhöhle durchbrechen
(U lcus perforans).
Als pathogenetischer (= die Entstehung und Entwicklung eines krankhaften Geschehens
betreffender) Faktor kommen gramnegative Stäbchenbakterien in Frage
(Helicobacter pylori).
Mögliche Komplikationen:
Magenblutung,
Magenperforation (= Durchbruch),
Magenverengung (Sanduhrmagen),
evtl. Entwicklung zu Ulkuskarzinom (Magenkarzinom).
Der Magenschmerz bei einem Ulcus ventriculi ist scharf umschrieben, bei anderen Magenerkrankungen eher diffus.
In diesem Zusammenhang ist auch die sog. Dyspeps ie
zu nennen. Dieser Begriff ist eine zusammenfassende Bezeichnung für Oberbauchbeschwerden unterschiedlicher
Genese (= Entstehung, Entwicklung), z.B. bei
chronischer Gastritis (= Magenschleimhauten tzündung), Motilitätsstörungen
(= Störungen im Bewegungsablauf von Mag en und Dar m), Refluxösophagitis
(= En tzündung der Speiseröhrenschleimhaut durch Einwirkung
von aufsteigendem Mag en- oder Zwölffingerdarm-Saft), Ulcera ventriculi et duodeni
(= Mag en-, Zwölffingerdarm-Geschwür), peptischer Stenose
(= magensaftbedingte Enge), Sklerodermie (=
chronisch verlaufende Krankheiten mit bindegewebiger Verhärtung)
oder Achalasie (= Funktionsstörung infolge fehlender Erschlaffung der glatten
Mag en/Dar m-Mus kulatur).
Dieser Oberbau ch-
bzw. Magenschmerz geht i.d.R. mit Völlegefühl, Übelkeit, Sodbrennen
usw. einher.
Zu einem Magenschmerz kommt es auch beim sog. Gastrospasmus (= Dauerkrampf des Magens mit Zusammenziehen der Magenmuskulatur). Mögliche Ursachen sind:
Magengeschwür,
Tumor,
akute (= plötzlich einsetzende) Gastritis oder
psychogen (= psychisch verursacht).
Schließlich wäre noch anzuführen, daß
auch Tumore zu
einem anhaltenden Magenschmerz führen können.
Schmerztherapie beim chronische n Magenschmerz (auch chronische Gastritis)
Nicht selten verbleibt trotz einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) fachärztlichen Behandlung weiterhin ein Magenschmerz, so daß dann schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt sind. Oft sind diese bei verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen, da sie sich nach dem Schmerz und seiner Ausdehnung und nicht mehr vorrangig nach seiner Ursache richten. Ein länger bestehender Magenschmerz erfordert praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren, die i.d.R. nur in spezialisierte Zentren (Schmerzklinik) angeboten werden können. Beim chronische n Magenschmerz sind dies:
Information über die Erkrankung
Medikamentöse Behandlung (u.a. Schmerzmittel, evtl. auch Spasmolytika (= krampflösende Mittel), Psychopharmaka, auch als Infusionen, individuell ausgetestet)
Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) in Form von Infiltrationen und Nervenblockaden, evtl. rückenmarknahe Blockaden, auch kontinuierlich mit Katheter
Evtl. TENS-Therapie (schmerzlindernde elektrische Ströme, die von einem kleinen tragbaren Gerät abgegeben werden)
Psychologische Therapieverfahren (bes. Entspannungsverfahren und Schmerzbewältigungstraining)
Diätetische Maßnahmen entspr. der Ursache
Therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Die einfachste diesbezügliche Methode ist eine wiederholte Triggerpunktbehandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel. Dabei werden schmerzhafte Reizpunkte am Oberbau ch infiltriert.
Eine sehr hilfreiche und effektive Therapiemethode ist
beim Magenschmerz die
kontinuierliche
epidurale
(= rückenmarknahe)
Blockade mit Katheter.
Neben der
erwünschten Unterbrechung der Schmerzreizleitung ist ein weiterer nicht zu
unterschätzender Vorteil, daß bei dieser Therapie, sozusagen als Nebeneffekt,
auch der Grenzstrang (= paarige Nervenstränge des
unwillkürlichen Nervensystems neben der Wir belsäule)
mit
einbezogen
wird, so daß es gleichzeitig zu einer erheblichen Durchblutungssteigerung
kommt, die jeder entzündlichen Schmerzursache (z.B. Gastritis)
fast schon kausal (= auf die
Ursache gerichtet) entgegenwirkt.
Auch bei Verwachsungen (z.B.
Magenschmerz nach Magenoperation) ist
die sympathikolytische
(= gefässerweiternde und damit
durchblutungssteigernde) Nebenwirkung hilfreich, indem die
entstandenen, bradytrophen (= mit vermindertem Stoffwechsel
einhergehenden)
Gewebsbereiche besser durchblutet werden und es
dadurch zu einer Optimierung der gestörten Mikrozirkulation kommt.
Wirkung und Ausmaß einer lumbalen (=
den Lendenbereich betreffenden) epiduralen Blockade kann
individuell mittels Lokalanästhetikamenge (=
Betäubungsmittelmenge)
und -konzentration so gesteuert werden, daß
die Schmerzreize aus dem gesamten Bau chraum bei weitgehend erhaltener Motorik
(= Muskelkraft) blockiert werden. Der Erhalt der Motorik hat den
Vorteil, daß die Patienten sich unter dieser Therapie weiter frei bewegen
können.
Bei der sog. kontinuierlichen epiduralen Blockade
(=
Betäubung)
mit Katheter wird ein dünner Kunststoffschlauch vom
Rüc ken
her dicht an das Rückenmark eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt
durch eine spezielle Kanüle hindurch, es muß also nicht
"aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter
mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das
örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten
Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittels durch den
Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Bei technischer
Beherrschung, adäquater Lokalanästhetika-Dosierung und Beachtung der
hygienischen Belange kann das Behandlungsrisiko als vertretbar eingestuft
werden.
Daß Lokalanästhetika (örtliche Betäubungsmittel) entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.
Beim krebsbedingten Magenschmerz kann diese Blockademethode auch angewendet werden, allerdings wird man auf das örtliche Betäubungsmittel verzichten, da in diesem Falle eine gefässerweiternde Wirkung unerwünscht ist, weil diese eine weitere Streuung der Krebszellen begünstigt. Mit einer Morphin-Lösung läßt sich ebenfalls eine gute, schmerzstillende Wirkung erzielen.
Ergänzende Dateien (einfach
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Bau chschmerz
Oberbau chschmerz
A
Abdoninaler Schmerz,
Chronischer
Abdominalschmerz,
abdomineller Schmerz,
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Arthropathien,
Arthrose (www-1-arthrose.de),
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B
Bakterielle Arthritis,
Bandscheibenschaden,
Bandscheibenschmerz,
Bauchschmerz (www.bauch-schmerz.de),
Bauchschmerzen (1), Bauchschmerzen
(www.bauchschmerzen.org)(2),
Beckenringsyndrom,
Beckenschmerz,
Beingeschwüre,
Beinschmerz,
Berührungsschmerz,
Bewegungsschmerzen,
Blasenschmerz,
Borrelieninfektion (www.borrelieninfektion.de),
Brachialgie,
brennende Füße,
brennender Schmerz,
Brennschmerzen,
Brustentfernung,
Brustkorbschmerz,
Brustschmerz,
Bursitiden,
Brustwirbelsäule,
C
Cephalgie,
Cephalgien,
Cervicalsyndrom,
Chronic pelvic pain,
chronische Bauchschmerzen
(www.crohn-krankheit.de/bauchschmerzen),
chronische Gastritis,
chronische Kopfschmerzen (www.kopfschmerzen.li),
chronischer Kopfschmerz (1) (www.1-kopfschmerz.de)
chronischer Kopfschmerz
(2) (www.1-kopfschmerz.de/kopfschmerz),
chronische Kreuzschmerzen (www.kreuzschmerzen.li), chronische
Rückenschmerzen
(www.1-rueckenschmerzen.de),
chronischer Rückenschmerz (www.1-rueckenschmerz.de), Chronischer
Schmerz
(www.schmerz-chronischer.de)
D
Dammschmerz,
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Dauerkopfschmerzen,
Dauerschmerzen,
Daumenschmerzen,
Diabetisches Fußsyndrom (www.fussyndrom.de),
Diskusprolaps (www.diskusprolaps.com),
Diskotomie (www.diskotomie.de),
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E
Eingeweideschmerzen,
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Extremitätenschmerz
F
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I
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(1),
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M
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N
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